Tracking-System

Suchen war einmal

Bei terrestrischen Einsätzen für in Not geratene und hilfsbedürftige Menschen im alpinen, voralpinen und schwer zugänglichen Gebieten, wird man mit verschiedenen Problemstellungen während eines Einsatzes konfrontiert.

Im Rahmen einer Studienarbeit bei der Hochschule Rapperswil wird das System weiterentwickelt. Es beruht auf folgenden, aktuellen Herausforderungen:

 

Planung 

• Die Planung und Einteilung der Suchtrupps benötigt viel Zeit und kann zu Missverständnissen führen.

• Die Weg- und/oder Reviersuche muss manuell vom Retter von einer Karte gemessen und im GPS von Hand erfasst werden. 

• Nicht alle Retter verfügen über ein GPS-Gerät und nicht alle Retter beherrschen die Handhabung mit einem GPS-Gerät 

 

Auswertung 

• Ein GPS-Track, wo die Suchtrupps wirklich waren, würde eine höhere Sicherheit zur weiteren Planung des Einsatzes führen. 

 

Prävention 

• Eine Alarmierung mit der Rega-App ist vielfach durch den Vermissten oder Verunfallten nicht mehr auszuführen. Dies aufgrund einer technischen Gegebenheit wie Netzabdeckung, schwacher Akku oder durch fehlende menschliche Möglichkeit zu einer Aktivität z.B. Person liegt nach Sturz in Ohnmacht. 

 

Mit moderner Technologie soll einerseits die Planung und die Auswertung eines Einsatzes vereinfacht und effizienter gestaltet werden. Andererseits soll präventiv durch ständiges GPS-Tracking eine vermisste Person schneller gefunden werden. 

Wie so oft kann es vorkommen, dass eine eigenständige Alarmierung nicht mehr möglich ist. In diesem Fall löst eine Vermisstenmeldung von Angehörigen die Alpine Rettung aus. Die Meldung lautet zum Beispiel, dass die Person sein Fahrzeug bei der Seilbahn auf der Schwägalp parkiert hat und vor hatte zu Fuss auf den Säntis zu wandern. Nun gibt es nicht nur einen Weg auf den Säntis und das Suchgebiet erstreckt sich über ein grosses und unwegsames Gelände. Aufgrund der Grösse müssen einige Suchtrupps, Suchhunde bis zu mehreren Helikoptern aufgeboten werden. Der zeitliche Aspekt ist dabei eine sehr wichtige Komponente, dass die Person lebend geborgen werden kann. Ebenfalls verursacht die Rettung immense Suchkosten und soll anhand von GPS Tracking reduziert werden. Die Grundidee ist, dass eine Person sich beim Rettungssystem registriert und sich mit diesem System tracken lassen kann. Im Ernstfall, kann die Alpine Rettung auf die GPS Daten zugreifen und kann so die letzten Trackingdaten des Vermissten einsehen und so das Suchgebiet wesentlich eingrenzen.